Wenn man von EMS-Training oder Elektrostimulation spricht, so ist in der Regel die Rede von niederfrequenten Impulsen. Die Elektrotherapie bietet zahlreiche zusätzliche Varianten von Strömen zur Anwendung an. In diesem Artikel sollen zwei für das EMS-Training relevante Stromformen besprochen werden, die niederfrequente Stimulation und die mittelfrequente Stimulation. Aufgrund der geringen Relevanz für ein Kraft- oder Ausdauertraining soll auf die anderen Formen, die in der physikalischen Therapie zur Anwendung kommen verzichtet werden.
Niederfrequentes EMS-Training:
- Frequenzen 0-1000 Hz
- Reizstrom
- o Gleichstromtherapie (Galvanisation) zur Galvanisation siehe Artikel EMS früher und heute. Die Galvanisation ist ein monopolarer Strom. Das bedeutet der Ladungstransport geschieht nur in eine Richtung. Mit dieser Stromform geht eine erhöhte Verätzungsgefahr einher, sie wird deshalb nur selten angewandt.
- o Reizstrom im engeren Sinn (bipolare Stromformen)
- § Positiver und negativer Anteil des Impulses haben den gleichen Flächeninhalt
- § Symmetrischer Impuls beide Anteile sind gleich groß
- § Asymetrischer Impuls unterschiedlich große Anteile
- § Sequentielle Impulse sind zeitverzögert
- o Impulsform: Es werden Sinus, Rechteck, Dreieck oder Nadelimpulse verwendet
- Wirkung: Schmerzhemmung und Muskelstimulation
Weiterlesen Vor- und Nachteile verschiedener Elektrostimulationsformen während des EMS-Trainings

